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	<title>Psychisch gesund</title>
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	<description>Ein Psychiatrieerfahrener erzählt von seinen Erlebnissen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 07 Nov 2011 08:59:41 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Sie sind so wie Sie sind Okay!</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 08:46:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sie sind Okay so wie Sie sind]]></category>
		<category><![CDATA[Akzeptieren Sie sich]]></category>
		<category><![CDATA[Sich selbst annehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Dygryn]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe Jahre ben&#246;tigt um den folgenden Satz zu verinnerlichen: „So wie ich bin, bin ich Okay!“ Ich habe gelernt alle Schw&#228;chen, die ich habe anzunehmen. All meine &#196;ngste, all meine Fehler, all meine kleinen Verr&#252;cktheiten. Nat&#252;rlich gibt es Dinge, die ich an mir &#228;ndern will. So zum Beispiel mein &#220;bergewicht, ich will meine St&#228;rken [...]]]></description>
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<p>Ich habe Jahre ben&#246;tigt um den folgenden Satz zu verinnerlichen: „So wie ich bin, bin ich Okay!“ Ich habe gelernt alle Schw&#228;chen, die ich habe anzunehmen. All meine &#196;ngste, all meine Fehler, all meine kleinen Verr&#252;cktheiten. Nat&#252;rlich gibt es Dinge, die ich an mir &#228;ndern will. So zum Beispiel mein &#220;bergewicht, ich will meine St&#228;rken weiter ausbauen und mehr Zeit finden zum lesen und lernen.</p>
<p>Das Geheimnis liegt darin zu unterscheiden, was ich &#228;ndern kann und was nicht. Sie haben viel mehr Einfluss als Sie denken. Wenn jemand Drogen konsumiert, eine Nacht nach der anderen durchfeiert, sich ungesund ern&#228;hrt, kurz: nicht gut f&#252;r sich sorgt, wird er wahrscheinlich krank und lebt nicht lang. Es gibt so viel, was Sie &#228;ndern k&#246;nnen. Es gibt aber auch Dinge, die m&#252;ssen Sie akzeptieren. Ich bin z.B. nicht f&#252;r die B&#252;hne gemacht. Deshalb bin ich Komponist und kein K&#252;nstler. Das Auftreten vor Publikum k&#246;nnen andere besser – also sollen die doch meine Werke auff&#252;hren. Ein Problem h&#228;tte ich nur, wenn ich unbedingt auf die B&#252;hne will, mich aber Dinge daran hindern w&#252;rden. Wenn Sie zum Beispiel Angst haben eine Rede zu halten <span id="more-261"></span>aber Busfahrer sind… Wen st&#246;rt das?</p>
<p>Jetzt wird es spirituell<br />
Es gibt ein Buch, dass mich sehr beeinflusst hat auf dem Weg zu meiner gesunden Psyche und dem Annehmen von mir selbst: „Die Archetypen der Seele“ von Varda Hasselmann und Frank Schmolke. Ich selbst habe das Buch vor langer Zeit von meiner damaligen Therapeutin empfohlen bekommen.</p>
<p>Um es ganz kurz zu machen: In dem Buch geht es darum, dass jede Seele unz&#228;hlige K&#246;rper bewohnt und so unz&#228;hlige Leben lebt. Stirbt ein Mensch, gelangt die Seele in einen neuen K&#246;rper und lebt ein neues Leben. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis aus einer jungen, unerfahrenen Seele eine „alte Seele“ geworden ist. Vielleicht kennen Sie Menschen, die trotz eines relativ hohen Alters und auch durchschnittlicher Intelligenz recht unerfahren und unreif scheinen – Das sind, so im Buch beschrieben, „Babyseelen“. In jedem Leben lernt die Seele bestimmte Dinge. Erst wenn Sie alles gelernt hat, was sie lernen muss, wird sie zur alten Seele und erlangt schlie&#223;lich die Erf&#252;llung.</p>
<p>Was mich besonders beeindruckt: Die Seele sucht sich vor ihrem neuen Leben aus, was sie lernen will. Nehmen wir an, sie soll lernen, wie es ist, unheilbar krank zu werden und an der Krankheit zu sterben – dann wird es in dem Leben, dass Sie als n&#228;chstes lebt geschehen. Oder Sie sucht sich aus, ein erf&#252;lltes Leben als Familienvater zu leben und steinalt zu werden. Der Punt ist: Was die Seele auch immer f&#252;r ein Leben haben wird: Sie hat es selbst so gew&#228;hlt um zu reifen. Um zur Erf&#252;llung zur gelangen!</p>
<p>Ich selbst bin davon &#252;berzeugt, dass das so ist. Es muss einen Grund geben, warum Kinder mit 10 Jahren an Krebs sterben. Es ist so gewollt und die Seele des Kindes hat es so gew&#228;hlt, um bestimmte Dinge zu lernen. Jetzt k&#246;nnte man sagen, dass ist das selbe wie Schicksal. Es ist vorherbestimmt, also kann ich mich beruhigt zur&#252;cklehnen und auf meine Bestimmung warten. Nach unserer Bestimmung m&#252;ssen wir aber suchen und wir m&#252;ssen den Mut haben ihr zu folgen. Auch das ist geplant, bevor wir unseren ersten Atemzug machen. Ich wei&#223; nicht mehr von wem der Satz (sinngem&#228;&#223;) stammt: „Wir haben all das in uns, dass wir ben&#246;tigen, um das zu bekommen was wir wollen.“ Das w&#252;rde sich ja decken mit der Annahme, dass eine Seele sich alles selbst aussucht. Wir haben schon am Start alles dabei, was wir ben&#246;tigen – wir m&#252;ssen „nur noch“ loslegen.</p>
<p>Mir hat das Buch sehr geholfen zu verstehen, dass ich so wie ich bin Okay bin. Was mich st&#246;rt, &#228;ndere ich, was ich nicht &#228;ndern kann, muss ich hinnehmen. Es ist alles gut, so wie es ist. Wenn ich Ihr Interesse an dem Buch geweckt habe, finden Sie es hier – es lohnt sich:</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=FFFFFF&#038;IS1=1&#038;npa=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=psychgesun-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;ref=qf_sp_asin_til&#038;asins=3442219299" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>In der Psychiatrie haben Sie uns immer erz&#228;hlt „Sie m&#252;ssen Ihre Krankheit akzeptieren!“ Wissen Sie was? Der Satz ist der absolute Unsinn! Das kann man einem Krebspatienten sagen, der noch zwei Monate zu leben hat, aber sicher keinem psychisch Kranken, der eine gute Chance auf ein erf&#252;lltes Leben hat! Warum sollte ich au&#223;erdem etwas akzeptieren, dass ich gar nicht haben will? Etwas zu akzeptieren, bedeutet f&#252;r mich, den Kampf gegen etwas aufzugeben. Wenn Sie das tun, was glauben Sie wie schnell Sie wieder krank werden? Wenn wir gesund werden wollen, m&#252;ssen wir k&#228;mpfen! Jeden Tag aufs Neue! Wir k&#246;nnen uns selbst annehmen – Aber niemals unsere Krankheit! Wenn wir aufgeben w&#252;rden, wie w&#252;rden wir dann wachsen?</p>
<p>Es hat einen Grund, warum Sie der sind der Sie sind. Auch wenn Sie krank sind. Vielleicht sollen Sie lernen, wie man damit zurechtkommt. Ich wei&#223; nur eines: Meine Krankheit hat mir gezeigt, dass ich fast alles erreichen kann, was ich mir vorgenommen habe. Aber auch, dass es da Dinge gibt, von denen ich besser die Finger lasse, da sie mir schaden k&#246;nnten.</p>
<p>P.S.: Sie d&#252;rfen so sein, wie Sie sind!</p>
<p>Auf gute Gesundung,<br />
Timo Dygryn</p>

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		<item>
		<title>Warum wir Einfluss darauf haben, wie wir uns f&#252;hlen</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 08:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir werden mit der F&#228;higkeit geboren, jedes Gef&#252;hl, das es gibt zu f&#252;hlen. Der eine f&#252;hlt schneller als der andere. Der andere intensiver &#8211; noch ein anderer f&#252;hlt in einer bestimmten Situation vielleicht gar nichts. Die Grundlagen des F&#252;hlens aber haben wir alle. Bei unserer Geburt sind wir noch vollkommen rein, haben keine schlechten Erfahrungen [...]]]></description>
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<p>Wir werden mit der F&#228;higkeit geboren, jedes Gef&#252;hl, das es gibt zu f&#252;hlen. Der eine f&#252;hlt schneller als der andere. Der andere intensiver &#8211; noch ein anderer f&#252;hlt in einer bestimmten Situation vielleicht gar nichts. Die Grundlagen des F&#252;hlens aber haben wir alle.</p>
<p>Bei unserer Geburt sind wir noch vollkommen rein, haben keine schlechten Erfahrungen gemacht, sehen die Dinge ganz unvoreingenommen. Erst durch unsere Erfahrungen, sch&#228;tzen wir die Dinge nach einem bestimmten Muster ein.</p>
<p>Unsere Eltern bringen uns bei, was (laut deren Einsch&#228;tzung) gut ist und was nicht. Wenn wir etwas gut machen, werden wir gelobt, wenn wir etwas ausfressen, werden wir getadelt. Das geschieht so lange, bis wir das gew&#252;nschte Verhalten annehmen. Die Angst vor Spinnen z.B. ist nicht angeboren. Sie wird uns anerzogen. Wir erlernen von jemandem, der diese &#196;ngste hat, dass Spinnen ekelig seien.<br />
Meine Frau und ich bem&#252;hen uns, solche Dinge erst gar nicht an unseren Sohn herankommen zu lassen. So habe ich ihm neulich eine kleine Spinne auf die Hand gesetzt. Er hatte keinerlei &#196;ngste damit. An anderer Stelle aber, hat er &#196;ngste bereits angenommen, obwohl wir sehr darauf achten. Man kann das auch, denke ich leider nicht ganz vermeiden.</p>
<p>Wenn wir also f&#252;r uns gelernt haben, dass Spinnen ekelig seien, entwickeln wir die dazugeh&#246;rigen <span id="more-250"></span>Gef&#252;hle dazu. Wir hatten diese Gef&#252;hle anfangs nicht – wir haben Sie erlernt. Es ist uns dann sp&#228;ter gar nicht bewusst, dass wir fr&#252;her dieses Gef&#252;hl gar nicht kannten. </p>
<p>Eines wird an diesem Beispiel deutlich: Wir alle haben Einfluss darauf, wie wir uns f&#252;hlen, wenn wir die Verantwortung &#252;bernehmen! Ich hatte schon einmal dar&#252;ber geschrieben:<br />
<a href="http://www.psychisch-gesund.com/verantwortung/durch-verantwortung-gesund-werden.html#more-171  ">www.psychisch-gesund.com/durch Verantwortung gesund werden.html</a></p>
<p>Wir entscheiden wie wir uns f&#252;hlen! Erst kommen die Gedanken, daraus resultieren die Gef&#252;hle.</p>
<p>Wir haben also viel mehr Macht &#252;ber uns, als wir denken, so k&#246;nnen wir alles &#228;ndern, was wir wollen. Ich arbeite z.B. derzeit daran unvoreingenommener zu sein. Ich habe mir angew&#246;hnt, in meinem Kopf eine Bewertung abzugeben, wenn ich jemanden kennenlerne. Eigentlich verbaue ich mir die so M&#246;glichkeit, diesen Menschen &#252;berhaupt kennenzulernen, da ich ja schon eine Meinung &#252;ber ihn habe, bevor er &#252;berhaupt das erste Wort ausspricht. Das ist ganz sch&#246;n unfair der Person gegen&#252;ber, oder?</p>
<p>Au&#223;erdem: Was sehen wir denn, wenn wir einen Menschen zum ersten Mal sehen? Sein Gesicht, seine Kleidung, seine Frisur, … Was sagt das denn &#252;ber die Person aus? Absolut nichts! Dazu kommt, dass wir ja unseren Gegen&#252;ber nicht sehen, wie er ist – wir sehen ihn wie wir sind. So wie Einstein schon sagte: Der Betrachter schafft sich seine Realit&#228;t. Es gibt eigentlich keine Realit&#228;t, weil jeder die Dinge anders interpretiert. Wenn ein ganzer Kinosaal voller Menschen einen Film sieht, sieht keine Person denselben Film, weil jeder ihn anders sieht. </p>
<p>Eigentlich m&#252;ssen wir uns unsere Realit&#228;t nur aussuchen. Wir m&#252;ssen entscheiden, wie wir die Welt sehen wollen. Wollen wir griesgr&#228;mig durch die Weltgeschichte laufen oder mit einem L&#228;cheln auf dem Gesicht? Wollen wir etwas aus uns machen und lernen oder stehenbleiben? Wollen wir gesund werden oder krank bleiben? Die Wahl trifft jeder f&#252;r sich, jeden Tag aufs Neue. </p>
<p>Wenn wir unsere Gedanken in die f&#252;r uns richtigen Bahnen lenken, f&#252;hlen wir auch das, was wir f&#252;hlen wollen. </p>
<p>Auf gute Gesundung,<br />
Timo Dygryn</p>

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		<item>
		<title>Selbstst&#228;ndig als psychisch kranker?</title>
		<link>http://www.psychisch-gesund.com/selbststandigkeit/selbststandig-als-psychisch-kranker.html</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 07:50:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[selbstständig]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem ging es ja darum zu seinem Arbeitgeber ehrlich zu sein, in Bezug auf seine Vergangenheit. Ich gebe zu: Das kann zu Problemen f&#252;hren. Es kann sein, dass Sie erst gar nicht eingestellt werden, Ihre Kollegen k&#246;nnten versucht sein, Sie zu meiden (nat&#252;rlich nur die, mit denen Sie aus diesem Grunde eh nichts am [...]]]></description>
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<p>Vor kurzem ging es ja darum zu seinem Arbeitgeber ehrlich zu sein, in Bezug auf seine Vergangenheit. Ich gebe zu: Das kann zu Problemen f&#252;hren. Es kann sein, dass Sie erst gar nicht eingestellt werden, Ihre Kollegen k&#246;nnten versucht sein, Sie zu meiden (nat&#252;rlich nur die, mit denen Sie aus diesem Grunde eh nichts am Hut haben wollen) … es gibt sicher noch weitere Probleme, die Ihre Ehrlichkeit hervorbringen k&#246;nnte…</p>
<p>Was aber, wenn sie all dem aus dem Weg gehen k&#246;nnten? Ich pl&#228;diere immer offen zu sein … Aber: Wenn das nicht n&#246;tig ist, warum sollte man dann ehrlich sein oder &#252;berhaupt davon berichten? Wenn Sie zum Beispiel absolut sicher sind, dass Sie keinerlei Einschr&#228;nkungen mehr haben und aus diesem Grunde Ihre Arbeit zu vollster Zufriedenheit ausf&#252;hren k&#246;nnen, ist es dann wichtig, was fr&#252;her einmal mit Ihnen los war? Meiner Meinung nach nicht. Dasselbe haben Sie, wenn Sie sich selbstst&#228;ndig machen. Sie sind niemandem Rechenschaft schuldig, k&#246;nnen in Ihrem Tempo arbeiten, k&#246;nnen bestimmen, wie viel Sie verdienen – sollte Ihr Gesundheitszustand es nicht erlauben, dass Sie 8 Stunden am Tag arbeiten, wie bei einer normalen Arbeitsstelle, arbeiten Sie eben weniger und verdienen etwas weniger. Solange es ausreicht um <span id="more-242"></span>Ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten, ist das doch vollkommen OK!</p>
<p>Ich habe Bekannte von fr&#252;her aus meiner Zeit in der Psychiatrie, die Hartz-4 bekommen. Manche sind nicht zufrieden, weil Sie wenig Geld haben, ihr Gesundheitszustand l&#228;sst aber auch keine normale Arbeit zu. W&#228;re ich selbst an dem Punkt, w&#252;rde ich &#252;berlegen: Wenn ich mit einer Selbstst&#228;ndigkeit nur 400 Euro verdienen w&#252;rde, k&#246;nnte ich doch anstatt von Hartz-4 vielleicht Wohngeld beantragen und h&#228;tte so mehr Geld und was noch wichtiger w&#228;re, eine Aufgabe! Nat&#252;rlich sollten Sie dann etwas w&#228;hlen, dass Ihnen liegt und Ihnen auch Spa&#223; macht. Meist ist es so, dass das was uns liegt uns auch Spa&#223; macht. Vielleicht fragen Sie sich: „Was kann ich gut?“ und &#252;berlegen dann, wie Sie sich in dem Bereich selbstst&#228;ndig machen k&#246;nnten. Bei mir war das die Musik. Das Ergebnis meiner &#220;berlegungen finden Sie hier, wenn Sie m&#246;gen: <a href="http://www.dmg24.net/">www.dmg24.net</a></p>
<p>F&#252;r mich kommt nichts anderes in Frage. Ich will mich erst gar nicht damit belasten Rechenschaft ablegen zu m&#252;ssen. Wenn ich fr&#252;her z.B. mal zu sp&#228;t war und mir die dummen Kommentare meiner Kollegen anh&#246;ren musste, dachte ich  immer: „Wie um alles in der Welt kommst du darauf, dass dich das was angeht und warum denkst du, das mich das interessiert was du zu dem Thema absonderst?“ Nat&#252;rlich darf man niemanden warten lassen. Man bestimmt ja dann &#252;ber die Zeit des anderen, dennoch: Wenn &#252;berhaupt regle ich solche Dinge doch mit dem Vorgesetzten und nicht mit einem Kollegen.</p>
<p>Wenn Sie Ihr eigener Herr sind, gehen Sie vielem, was Sie vielleicht im Angestelltendasein belastet aus dem Weg. Es ergeben sich aber neue Gefahren, die man niemals untersch&#228;tzen sollte: sie m&#252;ssen sich selbst f&#252;hren – und das ist sehr schwer. Wenn Sie diesen Grundsatz nicht beherrschen, wird es schwierig. Ich bin ehrlich: ich schaffe das nicht immer. Es gibt Tage, an denen ich mich ablenken lasse und ich deshalb nicht auf einen vollen Arbeitstag komme. Andersherum frage ich mich doch: sind Arbeitnehmer immer voll bei der Sache? Als psychisch kranker ist es doppelt schwer, denn die meisten kranken haben Antriebsst&#246;rungen. Man sollte also, wenn man mit dem Gedanken spielt, sich erst dann in die Selbstst&#228;ndigkeit wagen, wenn man gen&#252;gend gest&#228;rkt ist.</p>
<p>Man hat aber die M&#246;glichkeit zu einer Kombination, wenn es nicht anders geht: selbstst&#228;ndig + Harz4, selbstst&#228;ndig + Wohngeld, selbstst&#228;ndig + Rente, …  Wenn es also zumindest im Moment noch nicht f&#252;r eine volle Selbstst&#228;ndigkeit reicht, sei es aus finanziellen oder gesundheitlichen Gr&#252;nden, w&#228;re das doch auch eine gute Alternative – zumindest f&#252;r den Anfang. So haben Sie auf jeden Fall nicht das Gef&#252;hl ausgeliefert und schwach zu sein. Auch das Gef&#252;hl abh&#228;ngig vom Staat zu sein, ist f&#252;r Ihre Gesundheit sicherlich nicht f&#246;rderlich.</p>
<p>Auf gute Gesundung,<br />
Timo Dygryn</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Umfrage: Wobei kann ich Ihnen helfen?</title>
		<link>http://www.psychisch-gesund.com/allgemein/umfrage-wobei-kann-ich-ihnen-helfen.html</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 18:39:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Leser, ich besch&#228;ftige mich nun schon seit einiger Zeit mit dem Thema „psychische Gesundheit&#8221;. Seit &#252;ber 15 Jahren ist das ein Thema f&#252;r mich. Ich selbst bin durch das Verinnerlichen von Regeln, Lesen von B&#252;chern und nicht zuletzt durch einen eisernen Willen unbedingt gesund zu werden, der der ich heute bin. Ich wollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Sehr geehrte Leser,</p>
<p>ich besch&#228;ftige mich nun schon seit einiger Zeit mit dem Thema „psychische Gesundheit&#8221;. Seit &#252;ber 15 Jahren ist das ein Thema f&#252;r mich. Ich selbst bin durch das Verinnerlichen von Regeln, Lesen von B&#252;chern und nicht zuletzt durch einen eisernen Willen unbedingt gesund zu werden, der der ich heute bin. Ich wollte mich nie damit abfinden krank zu sein.</p>
<p>Auf meinem Weg zur Gesundung habe ich viel lernen d&#252;rfen. Ich habe immer noch ab und zu meine Tiefs, frage mich aber auch: „Wenn ich nie krank geworden w&#228;re, h&#228;tte ich dann nicht auch Tiefpunkte erlebt?&#8221; und „Wie sehen denn die Tiefs derjenigen aus die sich gesund nennen?&#8221; Ich vermute heute, dass da nicht viel Unterscheid besteht. Mit einer Ausnahme: Wir Betroffenen wissen, dass es noch <span id="more-234"></span>viel Tiefer runter gehen kann im Leben.</p>
<p>Wie ich im allerersten Blogartikel bereits geschrieben habe: &#8220;Dieser Blog soll betroffenen helfen&#8221;. Aus diesem Grunde gibt es ihn. Damit ich noch besser helfen kann, ist es n&#246;tig, dass ich wei&#223;, was meine Leser erfahren wollen. Was bringt es, wenn ich hier munter vor mich herschreibe aber meine Zeilen niemand lesen will? Damit ist niemandem geholfen. Die Besucherzahlen steigen zwar Monat f&#252;r Monat, das ist ein Indiz, dass ich so viel nicht falsch machen kann &#8211; Sicher sein kann ich mir aber erst, wenn ich Feedback erhalte. Nur nebenbei: Wenn Sie mal anderer Meinung sein sollten &#8211; Dazu sind die Kommentare da! Ich habe nichts gegen eine gute Diskussion!</p>
<p>Ich bitte Sie an der folgenden kleinen Umfrage teilzunehmen. Es dauert nicht lang, wird mir aber ungemein helfen, die Themen aufzugreifen und zu recherchieren, die Sie auch wirklich lesen wollen.</p>
<p>P.S.: Wenn Sie zu einem Thema lesen m&#246;chten, dass hier nicht aufgef&#252;hrt ist, teilen Sie mir das doch bitte auch in den Kommentaren weiter unten mit. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blog erschaffen, der aufkl&#228;rt, der mit Vorurteilen engstirniger Menschen aufr&#228;umt und lassen Sie uns alles daf&#252;r tun, damit es Betroffenen besser geht und sie besser mit sich und der Welt umgehen k&#246;nnen!</p>
<p>Vielen Dank f&#252;r Ihre Hilfe,<br />
Timo Dygryn</p>
<p>Jetzt gehts los:</p>
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		<title>Der Stess im Job – Tipps zur Bew&#228;ltigung, nicht nur f&#252;r psychisch kranke</title>
		<link>http://www.psychisch-gesund.com/stress/der-stess-im-job-tipps-zur-bewaltigung-nicht-nur-fur-psychisch-kranke.html</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 13:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[psychisch gesund]]></category>
		<category><![CDATA[stress]]></category>
		<category><![CDATA[Stressbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Dygryn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir alle kennen das: Das Telefon scheint nicht still zu stehen, Emails prasseln auf uns ein, der Chef ist ungeduldig und wartet darauf, dass Sie mit der Arbeit, die er ben&#246;tigt fertig werden. Mit ein paar einfach umzusetzenden Tipps, kann man vielen Stressbringern aus dem Weg gehen, bzw. sie besser bew&#228;ltigen: Richten Sie sich eine [...]]]></description>
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<p>Wir alle kennen das: Das Telefon scheint nicht still zu stehen, Emails prasseln auf uns ein, der Chef ist ungeduldig und wartet darauf, dass Sie mit der Arbeit, die er ben&#246;tigt fertig werden.</p>
<p>Mit ein paar einfach umzusetzenden Tipps, kann man vielen Stressbringern aus dem Weg gehen, bzw. sie besser bew&#228;ltigen:</p>
<p><strong>Richten Sie sich eine „ruhige Stunde“ ein.</strong><br />
In dieser Zeit sollten Sie alle Dinge, die Ihnen stress bereiten abstellen: Das Telefon umleiten auf den Anschluss eines Kollegen, (wenn Sie keine Kollegen haben,  schalten Sie den Anrufbeantworter ein) eine Abwesenheitsnachricht im Email-Programm einrichten, das Handy am besten komplett ausschalten. Sollten Sie ein Einzelb&#252;ro haben, kann ein „Bitte nicht st&#246;ren“ – Schild auch sehr hilfreich sein. Sie haben dann Zeit, sich um die wirklich komplexen Dinge zu k&#252;mmern, die ohnehin schon schwierig zu bew&#228;ltigen sind – mit den Stressbringern der Umgebung ist es oft kaum m&#246;glich diese Dinge vern&#252;nftig zu erledigen.<span id="more-217"></span></p>
<p><strong>Immer nur eins auf einmal!</strong><br />
Kennen Sie den Spruch „Wir Frauen sind Multitaskingf&#228;hig – das m&#252;sst ihr M&#228;nner uns erst mal nachmachen.“ Tja, liebe Damen – Dem ist leider nicht so. Der Mensch ist nicht daf&#252;r geschaffen mehrere Dinge auf einmal zu tun. Wenn er diese Regeln nicht befolgt, entsteht Stress! Was passiert denn, wenn wir z.B. telefonieren und dabei ein Mail schreiben? Wenn ich das mache, wundere ich mich oft, was ich mir denn da f&#252;r einen Mist zusammenschreibe und denke „das kann ja keiner verstehen!“ Was auch auff&#228;llt: Ich bin am Telefon dann so abwesend, dass mein Gegen&#252;ber mir &#252;berhaupt nicht folgen kann. Fazit: Wir machen dann zwar mehr auf einmal aber im Endeffekt nichts richtig. Besser ist es, seine Energie auf eine einzige T&#228;tigkeit zu b&#252;ndeln und sich danach der n&#228;chsten Sache zu widmen.</p>
<p>Gandhi hat auch in einem hohen Alter problemlos 16 Stunden am Tag gearbeitet. Das konnte er nur, weil er seinen Geist darauf konditioniert hat, sich voll auf eine Sache zu konzentrieren und sie danach auch wieder vollkommen aus seinem Bewusstsein zu streichen und sich der n&#228;chsten zu widmen.</p>
<p><strong>Pausen</strong><br />
Wenn Sie  eine Pause machen, seinen Sie auch gedanklich in der Pause. Auf die Pausen sollten wir uns einlassen und nicht in ihr schon an den n&#228;chsten Vorgang denken. Ich selbst habe es lange so gehandhabt, gar keine Pausen zu machen. Ich hatte viel Arbeit und eigentlich gar keine Zeit f&#252;r Pausen, dachte ich. Die Konsequenz war, dass ich die Lust verlor und mich auf das was ich eigentlich liebe und gern tue nicht mehr freute. Abends war ich total ausgebrannt, morgens war ich m&#252;de. Es gelingt mir immer noch nicht an jedem Tag aber ich werde immer besser darin auch meine geplanten Pausen einzuhalten und sie zu nutzen. Ich lege mich kurz hin, gehe in den Garten um frische Luft zu schnappen oder trinke einen Kaffee.</p>
<p>Es gibt zwei Merkmale, die sehr zuverl&#228;ssig darauf hinweisen, dass wir so schnell es geht eine Pause machen sollten: 1. Das zusammenpressen des Kiefers (wenn wir also unsere Z&#228;hne zusammenbei&#223;en.) 2. Das Hochziehen der Schultern. Wenn Sie diese Merkmale an sich bemerken, sollten Sie etwas ausruhen!</p>
<p><strong>Termine einhalten</strong><br />
Wenn Sie einen Termin haben, sollten Sie p&#252;nktlich sein – Das wird vorausgesetzt. Woran aber kaum jemand denkt: Wenn der Termin von 10-12 Uhr angesetzt ist, sollte er auch um 12 Uhr enden! Wie oft ist es so, dass darauf gar nicht geachtet wird und man sich um 12:45 Uhr immer noch im Meeting befindet? Die 45 Minuten m&#252;ssen Sie dann anh&#228;ngen. Die Folge: Der Arbeitstag verl&#228;ngert sich nach hinten. Sp&#228;ter am Tag k&#246;nnen wir uns nicht mehr richtig konzentrieren und die Fehlerquote steigt – es kommt zur Frustration.</p>
<p><strong>Bestimmen Sie Ihr Tempo</strong><br />
Arbeiten Sie in dem Tempo in dem Sie sich wohl f&#252;hlen, und vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Wenn Sie nun mal jemand sind, der langsam arbeitet und wenn Ihnen so die Dinge besser von der Hand gehen, sollten Sie sich auch die Zeit nehmen die sie brauchen. Was bringt Ihnen das wenn sie hetzen, und aufgrund ihrer Eile einen Fehler nach dem anderen machen? Sie haben im Endeffekt viel mehr Zeit verbraucht, da Sie ihre Fehler ja auch noch ausb&#252;geln m&#252;ssen.</p>
<p><strong>Geben Sie Dinge ab</strong><br />
Wenn es ein Zaubermittel gibt, Stress zu bew&#228;ltigen, dann ist es das Delegieren. Von dem Moment, an dem sich ein Kollege mit der Arbeit besch&#228;ftigt die sie im auftragen, ist es aus ihren Gedanken verschwunden und kann so ja gar kein Stress mehr verursachen. Sie brauchen dann nur noch kontrollieren, ob die Arbeit vern&#252;nftig ausgef&#252;hrt wurde. Sich helfen zu lassen, kann also auch beim Umgang mit Stress sehr hilfreich sein.</p>
<p>Gerade weil psychisch erkrankte Menschen eine so niedrige Stresstoleranz haben, sollten Sie ganz besonders darauf achten, Dinge in Ihr Leben zu integrieren, die es ihnen erm&#246;glichen, den Stress nicht ganz so sehr an sich herankommen zu lassen.</p>
<p>Auf gute Gesundung,<br />
Timo Dygryn</p>

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		<title>Der richtige Umgang mit dem Arbeitgeber f&#252;r psychisch erkrankte Menschen</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 12:17:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit dem Arbeitgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Psychisch gesund Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Psychisch kranke Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Dygryn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Sie psychisch krank sind oder waren, ist es meiner Meinung nach das Verkehrteste was Sie tun k&#246;nnen, Ihre Krankheit einem Arbeitgeber gegen&#252;ber zu verheimlichen. So schwer es auch sein mag, spielen sie mit offenen Karten. Stellen Sie sich vor, Sie w&#252;rden Ihrem Arbeitgeber nicht von ihrer Krankheit erz&#228;hlen. Dann h&#228;tten sie zum einen die [...]]]></description>
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<p>Wenn Sie psychisch krank sind oder waren, ist es meiner Meinung nach das Verkehrteste was Sie tun k&#246;nnen, Ihre Krankheit einem Arbeitgeber gegen&#252;ber zu verheimlichen. So schwer es auch sein mag, spielen sie mit offenen Karten.</p>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie w&#252;rden Ihrem Arbeitgeber nicht von ihrer Krankheit erz&#228;hlen. Dann h&#228;tten sie zum einen die Schwierigkeiten, die Sie ohnehin haben, weil sie nun mal ihre Tiefs haben und Sie h&#228;tten immer das Gef&#252;hl vielleicht irgendwann einmal „ertappt“ zu werden. Es w&#252;rde ihrem Arbeitgeber sicher nicht gefallen, wenn er es durch Dritte erfahren w&#252;rde, denn ihr Arbeitsverh&#228;ltnis h&#228;tte ja mit einer L&#252;ge begonnen. <span id="more-211"></span>Die meisten Arbeitgeber fragen auch gezielt danach, ob Sie gesundheitliche Einschr&#228;nkungen haben. Dann w&#228;re es doppelt schlecht, wenn Sie nicht ehrlich gewesen w&#228;ren. </p>
<p>Ich habe diesen Fehler selbst auch gemacht. Ich war anfangs nicht ehrlich, sp&#228;ter musste ich aufgeben und meinem Arbeitgeber erkl&#228;ren warum. Er ist aus allen Wolken gefallen und war sehr entt&#228;uscht dar&#252;ber. F&#252;r mich war es auch nicht einfach meine Sachen zu packen und zu gehen. W&#228;re ich ehrlich gewesen, w&#228;re es entweder gar nicht erst zum Arbeitsverh&#228;ltnis gekommen oder ich w&#228;re vielleicht an anderer Stelle eingesetzt worden, so dass ich h&#228;tte leichter arbeiten k&#246;nnen.</p>
<p>Der Personalchef kann sich bei ihrer Einstellung schon Gedanken machen, wo er sie am besten unterbringt, wenn Sie ihm mehr von sich erz&#228;hlen. Er kann die Krankheit also dabei ber&#252;cksichtigen, wo, und mit wem sie sp&#228;ter einmal zusammenarbeiten. Vielleicht denkt er sich (wenn er seinen Job gut macht): „Mit Herrn M&#252;ller aus der Verwaltung, der von Menschenf&#252;hrung und Toleranz keine Ahnung hat, kann ich ihn als (ehemals)psychisch Kranken, nicht zusammenarbeiten lassen.&#8221;</p>
<p>Nat&#252;rlich ist es schwerer einen Arbeitsplatz zu bekommen, wenn der Arbeitgeber von ihrer Vergangenheit Bescheid wei&#223;. Wenn Sie aber einen Arbeitsplatz bekommen haben, auch wenn sie ehrlich waren, zahlt sich das meiner Meinung nach doppelt aus.</p>
<p>Es ist leider h&#228;ufig so, zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch ein Arbeitgeber, solche Dinge nicht f&#252;r sich beh&#228;lt. Also sind wahrscheinlich auch die meisten ihrer Arbeitskollegen informiert dar&#252;ber, was mit ihnen los ist. Wie ich an anderer Stelle schon mal geschrieben habe, gehen die meisten Menschen, zumindest nach meiner Erfahrung, gut damit um. Deshalb sollten Sie ruhig offen dar&#252;ber reden, auch mit ihren Arbeitskollegen. </p>
<p>Denken Sie auch immer daran: psychische Erkrankungen sind sehr weit verbreitet. Die Wahrscheinlichkeit ist gro&#223;, dass auch ihr Arbeitgeber jemanden kennt, oder sogar jemanden in der Verwandtschaft hat, der krank ist oder war.</p>
<p>Der Arbeitgeber stellt Sie au&#223;erdem wegen Ihrer Leistungen ein. Das sollten Sie nie vergessen. Wenn Sie Leistung bringen, ist Ihm Ihre Vergangenheit vollkommen egal.</p>
<p>Auf gute Gesundung,<br />
Timo Dygryn</p>

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		<title>Dankbarkeit &#8211; Ein Weg aus dem Tief</title>
		<link>http://www.psychisch-gesund.com/dankbarkeit-ein-weg-aus-dem-tief/dankbarkeit-ein-weg-aus-dem-tief.html</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 20:13:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dankbarkeit - Ein Weg aus dem Tief]]></category>
		<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Tief bewältigen]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Dygryn]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte bis heute Morgen ein sattes Tief! Ganz ehrlich: ich h&#228;tte nicht gedacht, dass es mich noch mal so erwischt! Mein letztes Tief, dass eine &#228;hnliche St&#228;rke hatte, trat bei mir vor gut zwei Jahren (!) auf. Deshalb hat mich diese aktuelle Schwankung schon etwas beunruhigt. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, dass ich [...]]]></description>
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<p>Ich hatte bis heute Morgen ein sattes Tief! Ganz ehrlich: ich h&#228;tte nicht gedacht, dass es mich noch mal so erwischt! Mein letztes Tief, dass eine &#228;hnliche St&#228;rke hatte, trat bei mir vor gut zwei  Jahren (!) auf. Deshalb hat mich diese aktuelle Schwankung schon etwas beunruhigt. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, dass ich nochmal ernsthaft krank werden k&#246;nnte. Das nicht. Dazu kenne ich mich zu gut, habe ein zu gefestigtes Umfeld und achte einfach zu genau auf mich. Trotzdem war ich &#252;berrascht.</p>
<p>Als ich letzten Freitag das neue Video erstellt habe, dass in dem Kopfbereich auf der Startseite erscheint, war das Tief schon voll da. Interessant ist, dass ich genau &#252;ber das Thema rede, dass mich selbst betroffen hatte, ohne es geplant zu haben: <span id="more-201"></span>Wenn Sie &#196;ngste haben, m&#252;ssen Sie auf Biegen und Brechen da hindurch um die Angst zu &#252;berwinden. Da f&#252;hrt kein Weg dran vorbei. Wenn Sie aber auch eine Psychose hatten, m&#252;ssen Sie sich von Zeit zu Zeit zur&#252;cknehmen, wenn es ihnen nicht gut geht, um sich nicht zu &#252;berfordern. Hier sind wir an einer Art Gratwanderung. Auf der einen Seite sollen Sie ja Ihre &#196;ngste &#252;berwinden, auf der anderen Seite m&#252;ssen sie sich aber schonen. </p>
<p>Mir ging es absolut nicht gut, deshalb hatten meine &#196;ngste mehr Macht, als sonst. Wenn es mir gut geht, habe ich f&#252;r gew&#246;hnlich keine Angst mehr. Das war jetzt vollkommen anders. Durch mein Tief waren die &#196;ngste wieder da und ich hatte nicht die Kraft mich ihnen zu stellen. Ich musste einen Termin mit Freunden am Wochenende absagen.</p>
<p>Gestern sa&#223; ich bei meiner &#196;rztin im Wartezimmer, das wie immer aus allen N&#228;hten zu platzen drohte. Der einzige Platz der noch frei war, befand sich am hinteren Ende des Wartezimmers. Und ich bekam eine Angstattacke. Gl&#252;cklicherweise ging es mir da schon besser, und ich habe mir gedacht: da bist du ja wieder meine liebe Angst … kannst auch gleich wieder verschwinden! Es blieb bei dieser einen Attacke.</p>
<p>Nun zum eigentlichen Thema:<br />
ich bin heute Morgen durch Zufall auf ein interessantes Video gesto&#223;en dass ich Ihnen hier einmal zeigen m&#246;chte:</p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/AZG9FOiwdWQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Ich habe das Thema Dankbarkeit schon ziemlich gut in mein Leben integriert. Ich schreibe f&#252;r gew&#246;hnlich an jedem Morgen f&#252;nf Dinge auf, f&#252;r die ich dankbar bin. Da ich aber dieses Tief hatte, habe ich es nicht so genau genommen. Dieses Video hat mir aber auf eindrucksvolle Art vermittelt, wie wichtig diese kleine &#220;bung am Morgen ist. Ich habe w&#228;hrend des Ansehens Kurz dar&#252;ber nachgedacht f&#252;r welche Dinge ich in meinem Leben dankbar bin. Schlagartig war der letzte Rest von meinem Tief verschwunden. Ich habe nicht ein einziges Mal mehr an mein Tief gedacht.</p>
<p>Es geht zwar in dem Video „nur“ um miese Laune und nicht um eine psychische Erkrankung, dennoch kann es sehr hilfreich sein, solche kleinen &#220;bungen in sein Leben zu integrieren. Probieren Sie es einmal aus &#8211; Schaden kann&#8217;s ja nicht!</p>
<p>Auf gute Gesundung,<br />
Timo Dygryn</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Durch Verantwortung gesund werden</title>
		<link>http://www.psychisch-gesund.com/verantwortung/durch-verantwortung-gesund-werden.html</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 09:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Durch Verantwortung gesund werden]]></category>
		<category><![CDATA[psychisch gesund]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Dygryn]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.psychisch-gesund.com/?p=171</guid>
		<description><![CDATA[Was glauben Sie, wer ist f&#252;r Ihre Gesundheit verantwortlich? Ihr Partner? Ihr Arzt? Ihr Therapeut? Falsch! Das sind Sie ganz allein. Niemand sonst. Es gibt Forschungen, die besagen, dass die Gene gar nicht so entscheidend &#252;ber unser Handeln sind, wie angenommen. Wir haben viel mehr Einfluss auf uns selbst, als wir denken. Ob wir nun [...]]]></description>
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<p>Was glauben Sie, wer ist f&#252;r Ihre Gesundheit verantwortlich? Ihr Partner? Ihr Arzt? Ihr Therapeut? Falsch! Das sind Sie ganz allein. Niemand sonst.</p>
<p>Es gibt Forschungen, die besagen, dass die Gene gar nicht so entscheidend &#252;ber unser Handeln sind, wie angenommen. Wir haben viel mehr Einfluss auf uns selbst, als wir denken. Ob wir nun ein guter Musiker, Fu&#223;baller oder Schriftsteller werden, ist also gar nicht so sehr auf unser Talent zur&#252;ckzuf&#252;hren, sondern viel mehr aufs disziplinierte &#220;ben. Training!</p>
<p>Hoppla! Da geht uns ja eine prima Ausrede fl&#246;ten: „Ich habe doch kein Talent, also bringt es ja eh nichts, mich damit zu besch&#228;ftigen.“  Nat&#252;rlich sollten wir schon ein Grundtalent mitbringen aber &#220;bung ist viel wichtiger als Talent! Und genau daf&#252;r sind wir verantwortlich. Zu handeln! <span id="more-171"></span></p>
<p>Wir sollten ohnehin keine Ausreden benutzen. Immer wenn wir das tun, machen wir andere Menschen oder die Umst&#228;nde f&#252;r unser schlechtes Verhalten verantwortlich. Die Wahrheit ist: Wir sind schuld! Das ist jetzt sicher hart wenn ich das sage aber wenn jemand sein Ziel nicht erreicht, was dies auch immer sein mag, hat das wohl in den meisten F&#228;llen mit der Person selbst zu tun.</p>
<p>Wenn ich morgens nicht aus dem Bett komme, weil am Abend zuvor ein guter Film im TV lief, den ich unbedingt sehen musste, ist das doch allein mein Fehler! W&#228;re ja dumm, wenn ich am Tag danach schlechte Laune h&#228;tte und ein Telefonat f&#252;hre, das schlecht l&#228;uft und dann w&#252;rde ich die Person am anderen Ende daf&#252;r verantwortlich machen… Beobachten Sie mal in Ihrem Umfeld, wie oft so etwas passiert…</p>
<p>Wenn Zwillinge zusammen aufwachsen, die  z.B. von Ihren Eltern geschlagen wurden, sieht man oft, dass der eine Zwilling exakt das weitergibt, dass er selbst erlebt hat. Der andere Zwilling entscheidet sich aber genau dagegen. Beide haben dieselben Gene, handeln aber unterschiedlich. Der eine schl&#228;gt seine Kinder auch und sagt: „Ich wurde mein Leben lang verpr&#252;gelt, wie konnte da etwas anderes aus mir werden als ein Schl&#228;ger?“ Sein Zwilling sagt: „Da ich wei&#223;, was mir widerfahren ist, wie kann ich so etwas Schreckliches weitergeben?“</p>
<p>Wir haben IMMER die M&#246;glichkeit zu entscheiden. Zwischen dem was uns passiert und unserer Handlung gibt es einen Moment, in dem wir entscheiden k&#246;nnen, was wir als n&#228;chstes tun. Der Moment ist vielleicht kurz aber er ist da. Wer nach diesem Moment des Innhaltens gut reagiert, handelt Verantwortungsvoll.</p>
<p>Was hat das mit Ihrer Gesundung zu tun? Ganz einfach: Sie entscheiden, ob Sie Fern sehen oder in einem guten Buch &#252;ber Angstbew&#228;ltigung oder Psychosen lesen! Sie entscheiden, ob Sie zu Hause herum gammeln oder ob Sie sich aufraffen und einen kleinen Spaziergang unternehmen oder joggen gehen. Mir ist bewusst, dass das niemandem vollst&#228;ndig und auch nicht in jeder Phase seiner Genesung gelingt. Ich schaffe das auch nicht immer! Wichtig ist, zumindest f&#252;r mich, zu wissen, dass ich den Einfluss und die Macht habe, es immer besser umzusetzen auf meine Reaktionen zu achten. So kann ich mein Handeln immer besser kontrollieren und bleibe immer Herr der Lage. Dann geschieht nichts zuf&#228;llig. Zufall ist ein Mythos! Wir haben immer die Macht &#252;ber die Situation!</p>
<p>Wenn ich einen Streit mit meiner Frau habe, dann kann es ja auch sein, dass ich mich vorher wie ein Depp verhalten habe und das der Streit, der entsteht nur durch mein schlechtes Verhalten entsteht, oder? Nur nebenbei: das ist sogar h&#228;ufig so <img src='http://www.psychisch-gesund.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nehmen wir mal folgende Situation: ihr Arbeitskollege kommt zu sp&#228;t zur Arbeit. Er ist schwei&#223;gebadet und erkl&#228;rt Ihnen, dass jede Ampel rot war, an der er vorbei gekommen ist, dann kam er noch in einen Stau und kurz vorm Ziel ging auch noch der Motor aus und wollte einfach nicht mehr anspringen.</p>
<p>Das hei&#223;t ja im Klartext: rote Ampeln, ein Stau und seine Schusseligkeit sein Auto zu &#252;berpr&#252;fen und reparieren zu lassen, hindern ihn daran zur Arbeit zu kommen. Wenn das so ist, haben ja diese Dinge Macht &#252;ber ihn! Er ist also hilflos ausgeliefert und kann sich nicht wehren. Wollen Sie das? Ich nicht! Ich will nicht dass andere Menschen oder irgendwelche Umst&#228;nde Macht &#252;ber mich haben. Ich will selbst daf&#252;r Verantwortlich sein, was ich tue und was in mir geschieht. Kurz: Ich will die Verantwortung f&#252;r mich und mein Leben &#252;bernehmen!</p>
<p>Auf gute Gesundung,<br />
Timo Dygryn</p>

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		<title>Angst</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:13:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Timo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Angst bewältigen]]></category>
		<category><![CDATA[Angst-Medien.de]]></category>
		<category><![CDATA[angstfrei werden]]></category>
		<category><![CDATA[Angstshop]]></category>
		<category><![CDATA[psychisch gesund]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute m&#246;chte ich Ihnen mein Lieblingsthema vorstellen, das mich am meisten fasziniert hat auf dem Weg zu meiner gesunden Psyche: Das Thema Angst. Warum mich das fasziniert? Warum schnallen sich Menschen ein „Gummi-Seil“ an die F&#252;&#223;e und st&#252;rzen sich todesmutig von einer Br&#252;cke? Warum gibt es Fallschirm-Spr&#252;nge? Oder Rennfahrer? Alle Personen, die diese T&#228;tigkeiten ausf&#252;hren [...]]]></description>
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<p>Heute m&#246;chte ich Ihnen mein Lieblingsthema vorstellen, das mich am meisten fasziniert hat auf dem Weg zu meiner gesunden Psyche: Das Thema Angst. Warum mich das fasziniert? Warum schnallen sich Menschen ein „Gummi-Seil“ an die F&#252;&#223;e und st&#252;rzen sich todesmutig von einer Br&#252;cke? Warum gibt es Fallschirm-Spr&#252;nge? Oder Rennfahrer? Alle Personen, die diese T&#228;tigkeiten ausf&#252;hren ben&#246;tigen einen Kick! Angstpatienten, die beginnen Ihre &#196;ngste zu bew&#228;ltigen, bekommen diesen Adrenalin-Schub auch. Der einzige Unterschied ist, dass Sie sich das nicht ausgesucht haben. Sie wollen das ja nicht durchleben. Sie haben (zumindest vorerst) nicht die Wahl, sondern Ihre Angst begleitet Sie. Entweder die ganze Zeit Ihres Lebens oder nur in <span id="more-106"></span>bestimmten Situationen.</p>
<p><strong>Was ist Angst?</strong></p>
<p>Angst ist gut! Sie bewahrt und davor Dummheiten zu machen. Manchmal ist es aber so, dass uns unsere Psyche einen Streich spielt. Sie macht, wenn man so will, einen Fehler, der nur mit viel Arbeit zu korrigieren ist.</p>
<p><strong>Lassen sie mich kurz von meiner Angst berichten</strong></p>
<p>Als ich ca. 12 Jahre alt war, stieg ich an einem Montagmorgen in den Schulbus. Da ich sp&#228;t dran war, nahm ich einen anderen Bus als sonst, den auch ein anderer Busfahrer fuhr, den ich nicht kannte. Ich f&#252;hlte mich schon den ganzen Morgen unwohl. Ich hatte mit meiner Familie am Wochenende zuvor einen Ausflug nach Bremerhaven gemacht. Dort hatte ich mir wohl den Magen verdorben. Da ich das Gef&#252;hl der &#220;belkeit nicht richtig deuten konnte (ich hatte mich nur in fr&#252;herer  Kindheit einmal &#252;bergeben m&#252;ssen) wusste ich die Symptome, die ich durchlebte gar nicht einzuordnen. Es kam also wie es kommen musste. Ich &#252;bergab mich. Da ich nicht wusste, wie mir geschah, beugte ich mich noch nicht einmal nach vorn. Wenn Sie m&#246;gen, k&#246;nnen Sie sich ausmalen, wie ich aussah… Der ganze Bus war voller Kinder in meinem Alter und etwas &#228;lter. Die fanden das nat&#252;rlich irre lustig. Alle lachten … au&#223;er mir. Wie Kinder nun mal so sind. Die Kr&#246;nung kommt aber jetzt: Der Busfahrer war so ein Typ der Kurz vor der Rente stand und wohl absolut keine Lust hatte auf seinen Job. Als wir an der Schule ankamen, machte er mich aufs &#252;belste nieder, dr&#252;ckte mir einen Lappen in die Hand und ich musste meinen Sitzplatz s&#228;ubern. Wenn das jemand mit meinem Sohn machen w&#252;rde, m&#252;sste ich dem werten Herren einen unsch&#246;nen Besuch abstatten…</p>
<p>Sie k&#246;nnen sich sicher denken, welche Auswirkungen das auf meine Psyche hatte: Busfahren wurde zur absoluten Qual. Ich hatte jeden Morgen panische Angst im Bus. Meine Eltern brachten mich oft zur Schule. Je mehr Situationen ich vermied die mir Angst bereiteten, umso st&#228;rker wurde die Angst. Schlimmer noch: Es kamen mehr Situationen hinzu, in denen ich Angst hatte. Im Klassenraum, im Auto, im Kaufhaus, auf der Kirmes… Kurz: &#252;berall dort wo ich mich nicht schnell der Situation entziehen konnte oder wo viele Menschen waren.</p>
<p>Meine Eltern suchten Rat und gingen den einzig richtigen Weg: Sie brachten mich nicht mehr zur Schule. Ich musste selbst mit dem Bus zur Schule fahren. Das war sehr schwer f&#252;r mich. Nach ca. einem halben Jahr hatte ich aber die Angst &#252;berwunden. Es war nichts mehr von ihr zu sp&#252;ren. Ich dachte noch nicht einmal an sie.</p>
<p><strong>Angst, die zweite:</strong></p>
<p>Als ich eines Morgens wie der im Bus sa&#223;, bekam ich pl&#246;tzlich eine Panikattacke. Ich habe keinen blassen Schimmer warum. Vielleicht erinnerte mich etwas unbewusst an den Morgen als ich mich &#252;bergeben musste. Ab diesem Moment war die Angst in vollem Umfang wieder da!</p>
<p>Ich wich ihr wieder aus und fuhr 11 Kilometer mit dem Fahrrad zur Schule. Nat&#252;rlich ging das nicht gut. Meine &#196;ngste wurden nun mit der Zeit noch st&#228;rker. Um es kurz zu machen: Ich verlies kaum noch das Haus.</p>
<p><strong>Sie haben nur eine M&#246;glichkeit</strong></p>
<p>Ich ben&#246;tigte, um diese zweite Episode zu &#252;berwinden mehr als vier Jahre. Auch nach dieser Zeit war die Angst nicht vollkommen verschwunden. Ich konnte aber wieder am Leben teilnehmen. Um ehrlich zu sein, habe ich heute auch noch in manchen Situationen, wenn ich einen schlechten Tag erwischt habe Angst. Wissen Sie was ich dann mache? Ich suche mir den ung&#252;nstigsten Platz aus, an dem ich am meisten Angst habe und verharre so lange in dieser Situation, bis der Angst-Schub sich aufgel&#246;st hat. Ich m&#246;chte eines noch mal betonen: Das geht nicht ohne Selbstvertrauen. Selbstvertrauen ist f&#252;r mich die Grundlage eines gesunden, spannenden Lebens. Einen Artikel zum Thema finden Sie hier: <a href="../selbstvertrauen-aufbauen/selbstvertrauen-aufbauen.html">http://www.psychisch-gesund.com/selbstvertrauen-aufbauen/selbstvertrauen-aufbauen.html</a></p>
<p>Es gibt keinen anderen Weg: Wenn Sie angstfrei leben wollen, m&#252;ssen Sie Schritte setzen, die Sie durch diese Angst f&#252;hren. Sie m&#252;ssen da durch! Jetzt k&#246;nnen Sie sagen: Aber es gibt gegen Angst doch Medikamente! Ja, die gibt es. Sie machen aber (nach meinem Wissensstand) ausnahmslos alle abh&#228;ngig! Glauben Sie mir: die wollen Sie nicht nehmen! Ich habe kurzzeitig welche genommen. Mir halfen sie nicht. Ich war auch sehr, sehr vorsichtig damit.</p>
<p>Es ist auch viel sch&#246;ner im Vollbesitz seiner geistigen Kr&#228;fte zu sein um sich „seinem Feind“ zu stellen und die Erfolgserlebnisse voll auszukosten. John Mayer singt in seinem  Song “The Heart of Life” folgenden Satz: „Fear is a friend, who´s missunderstood.“ Die Angst ist ein Freund, der missverstanden wird. Das ist mein Lieblingssatz. Nicht die Angst ist schuld, sondern wir, weil wir sie falsch verstehen. Deshalb: Machen Sie sich Ihre Angst zum Freund. Dieser Freund hat eine Menge zu bieten: Wir bauen mit ihm unser Selbstvertrauen weiter auf, lernen uns selbst besser kennen und wir ben&#246;tigen kein Bungee-Seil, keinen Fallschirm und keinen Rennwagen, denn unseren Kick bekommen wir immer dann, wenn wir eine Angst-Attacke durchlebt haben. Da bezahlen andere Geld f&#252;r <img src='http://www.psychisch-gesund.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Der Angst-Shop</strong></p>
<p>Ich habe f&#252;r mein Lieblingsthema einen Shop eingerichtet. Sie finden dort &#252;berwiegend Medien zum Thema Angst. Wenn Sie einen Titel dort nicht finden, der Sie interessiert, melden Sie sich doch kurz bei mir. Ich nehme ihn dann in den Shop auf und Sie bekommen ihn als kleines Dankesch&#246;n versandkostenfrei zugesendet. Der Shop ist zu finden unter:</p>
<p><a href="http://www.angst-medien.de/">www.angst-medien.de</a></p>
<p>Auf gute Gesundung ohne Angst,</p>
<p>Timo Dygryn</p>

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