Sie sind so wie Sie sind Okay!

Ich habe Jahre benötigt um den folgenden Satz zu verinnerlichen: „So wie ich bin, bin ich Okay!“ Ich habe gelernt alle Schwächen, die ich habe anzunehmen. All meine Ängste, all meine Fehler, all meine kleinen Verrücktheiten. Natürlich gibt es Dinge, die ich an mir ändern will. So zum Beispiel mein Übergewicht, ich will meine Stärken weiter ausbauen und mehr Zeit finden zum lesen und lernen.

Das Geheimnis liegt darin zu unterscheiden, was ich ändern kann und was nicht. Sie haben viel mehr Einfluss als Sie denken. Wenn jemand Drogen konsumiert, eine Nacht nach der anderen durchfeiert, sich ungesund ernährt, kurz: nicht gut für sich sorgt, wird er wahrscheinlich krank und lebt nicht lang. Es gibt so viel, was Sie ändern können. Es gibt aber auch Dinge, die müssen Sie akzeptieren. Ich bin z.B. nicht für die Bühne gemacht. Deshalb bin ich Komponist und kein Künstler. Das Auftreten vor Publikum können andere besser – also sollen die doch meine Werke aufführen. Ein Problem hätte ich nur, wenn ich unbedingt auf die Bühne will, mich aber Dinge daran hindern würden. Wenn Sie zum Beispiel Angst haben eine Rede zu halten Weiterlesen »»

Warum wir Einfluss darauf haben, wie wir uns fühlen

Wir werden mit der Fähigkeit geboren, jedes Gefühl, das es gibt zu fühlen. Der eine fühlt schneller als der andere. Der andere intensiver – noch ein anderer fühlt in einer bestimmten Situation vielleicht gar nichts. Die Grundlagen des Fühlens aber haben wir alle.

Bei unserer Geburt sind wir noch vollkommen rein, haben keine schlechten Erfahrungen gemacht, sehen die Dinge ganz unvoreingenommen. Erst durch unsere Erfahrungen, schätzen wir die Dinge nach einem bestimmten Muster ein.

Unsere Eltern bringen uns bei, was (laut deren Einschätzung) gut ist und was nicht. Wenn wir etwas gut machen, werden wir gelobt, wenn wir etwas ausfressen, werden wir getadelt. Das geschieht so lange, bis wir das gewünschte Verhalten annehmen. Die Angst vor Spinnen z.B. ist nicht angeboren. Sie wird uns anerzogen. Wir erlernen von jemandem, der diese Ängste hat, dass Spinnen ekelig seien.
Meine Frau und ich bemühen uns, solche Dinge erst gar nicht an unseren Sohn herankommen zu lassen. So habe ich ihm neulich eine kleine Spinne auf die Hand gesetzt. Er hatte keinerlei Ängste damit. An anderer Stelle aber, hat er Ängste bereits angenommen, obwohl wir sehr darauf achten. Man kann das auch, denke ich leider nicht ganz vermeiden.

Wenn wir also für uns gelernt haben, dass Spinnen ekelig seien, entwickeln wir die dazugehörigen Weiterlesen »»

Selbstständig als psychisch kranker?

Vor kurzem ging es ja darum zu seinem Arbeitgeber ehrlich zu sein, in Bezug auf seine Vergangenheit. Ich gebe zu: Das kann zu Problemen führen. Es kann sein, dass Sie erst gar nicht eingestellt werden, Ihre Kollegen könnten versucht sein, Sie zu meiden (natürlich nur die, mit denen Sie aus diesem Grunde eh nichts am Hut haben wollen) … es gibt sicher noch weitere Probleme, die Ihre Ehrlichkeit hervorbringen könnte…

Was aber, wenn sie all dem aus dem Weg gehen könnten? Ich plädiere immer offen zu sein … Aber: Wenn das nicht nötig ist, warum sollte man dann ehrlich sein oder überhaupt davon berichten? Wenn Sie zum Beispiel absolut sicher sind, dass Sie keinerlei Einschränkungen mehr haben und aus diesem Grunde Ihre Arbeit zu vollster Zufriedenheit ausführen können, ist es dann wichtig, was früher einmal mit Ihnen los war? Meiner Meinung nach nicht. Dasselbe haben Sie, wenn Sie sich selbstständig machen. Sie sind niemandem Rechenschaft schuldig, können in Ihrem Tempo arbeiten, können bestimmen, wie viel Sie verdienen – sollte Ihr Gesundheitszustand es nicht erlauben, dass Sie 8 Stunden am Tag arbeiten, wie bei einer normalen Arbeitsstelle, arbeiten Sie eben weniger und verdienen etwas weniger. Solange es ausreicht um Weiterlesen »»

Umfrage: Wobei kann ich Ihnen helfen?

Sehr geehrte Leser,

ich beschäftige mich nun schon seit einiger Zeit mit dem Thema „psychische Gesundheit”. Seit über 15 Jahren ist das ein Thema für mich. Ich selbst bin durch das Verinnerlichen von Regeln, Lesen von Büchern und nicht zuletzt durch einen eisernen Willen unbedingt gesund zu werden, der der ich heute bin. Ich wollte mich nie damit abfinden krank zu sein.

Auf meinem Weg zur Gesundung habe ich viel lernen dürfen. Ich habe immer noch ab und zu meine Tiefs, frage mich aber auch: „Wenn ich nie krank geworden wäre, hätte ich dann nicht auch Tiefpunkte erlebt?” und „Wie sehen denn die Tiefs derjenigen aus die sich gesund nennen?” Ich vermute heute, dass da nicht viel Unterscheid besteht. Mit einer Ausnahme: Wir Betroffenen wissen, dass es noch Weiterlesen »»

Wir alle kennen das: Das Telefon scheint nicht still zu stehen, Emails prasseln auf uns ein, der Chef ist ungeduldig und wartet darauf, dass Sie mit der Arbeit, die er benötigt fertig werden.

Mit ein paar einfach umzusetzenden Tipps, kann man vielen Stressbringern aus dem Weg gehen, bzw. sie besser bewältigen:

Richten Sie sich eine „ruhige Stunde“ ein.
In dieser Zeit sollten Sie alle Dinge, die Ihnen stress bereiten abstellen: Das Telefon umleiten auf den Anschluss eines Kollegen, (wenn Sie keine Kollegen haben, schalten Sie den Anrufbeantworter ein) eine Abwesenheitsnachricht im Email-Programm einrichten, das Handy am besten komplett ausschalten. Sollten Sie ein Einzelbüro haben, kann ein „Bitte nicht stören“ – Schild auch sehr hilfreich sein. Sie haben dann Zeit, sich um die wirklich komplexen Dinge zu kümmern, die ohnehin schon schwierig zu bewältigen sind – mit den Stressbringern der Umgebung ist es oft kaum möglich diese Dinge vernünftig zu erledigen. Weiterlesen »»

Wenn Sie psychisch krank sind oder waren, ist es meiner Meinung nach das Verkehrteste was Sie tun können, Ihre Krankheit einem Arbeitgeber gegenüber zu verheimlichen. So schwer es auch sein mag, spielen sie mit offenen Karten.

Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihrem Arbeitgeber nicht von ihrer Krankheit erzählen. Dann hätten sie zum einen die Schwierigkeiten, die Sie ohnehin haben, weil sie nun mal ihre Tiefs haben und Sie hätten immer das Gefühl vielleicht irgendwann einmal „ertappt“ zu werden. Es würde ihrem Arbeitgeber sicher nicht gefallen, wenn er es durch Dritte erfahren würde, denn ihr Arbeitsverhältnis hätte ja mit einer Lüge begonnen. Weiterlesen »»

Dankbarkeit – Ein Weg aus dem Tief

Ich hatte bis heute Morgen ein sattes Tief! Ganz ehrlich: ich hätte nicht gedacht, dass es mich noch mal so erwischt! Mein letztes Tief, dass eine ähnliche Stärke hatte, trat bei mir vor gut zwei Jahren (!) auf. Deshalb hat mich diese aktuelle Schwankung schon etwas beunruhigt. Ich hatte zwar nicht damit gerechnet, dass ich nochmal ernsthaft krank werden könnte. Das nicht. Dazu kenne ich mich zu gut, habe ein zu gefestigtes Umfeld und achte einfach zu genau auf mich. Trotzdem war ich überrascht.

Als ich letzten Freitag das neue Video erstellt habe, dass in dem Kopfbereich auf der Startseite erscheint, war das Tief schon voll da. Interessant ist, dass ich genau über das Thema rede, dass mich selbst betroffen hatte, ohne es geplant zu haben: Weiterlesen »»

Durch Verantwortung gesund werden

Was glauben Sie, wer ist für Ihre Gesundheit verantwortlich? Ihr Partner? Ihr Arzt? Ihr Therapeut? Falsch! Das sind Sie ganz allein. Niemand sonst.

Es gibt Forschungen, die besagen, dass die Gene gar nicht so entscheidend über unser Handeln sind, wie angenommen. Wir haben viel mehr Einfluss auf uns selbst, als wir denken. Ob wir nun ein guter Musiker, Fußballer oder Schriftsteller werden, ist also gar nicht so sehr auf unser Talent zurückzuführen, sondern viel mehr aufs disziplinierte Üben. Training!

Hoppla! Da geht uns ja eine prima Ausrede flöten: „Ich habe doch kein Talent, also bringt es ja eh nichts, mich damit zu beschäftigen.“  Natürlich sollten wir schon ein Grundtalent mitbringen aber Übung ist viel wichtiger als Talent! Und genau dafür sind wir verantwortlich. Zu handeln! Weiterlesen »»

Angst